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Amerikanische TV-Serien
Die deutsche Fernseh-Landschaft wird zu einem nicht unbedeutenden Prozentsatz von Filmen und Serien aus den USA bestimmt. Zwar sind sowohl die privaten wie auch die öffentlich-rechtlichen Sender mittlerweile sehr fleißig geworden, was Eigenproduktionen angeht, doch amerikanische TV-Serien sind bei den deutschen Fernsehzuschauern schon seit jeher von größter Beliebtheit. Es begann schon früh, mit Serien, die heutzutage als Klassiker gelten: "Lassie" und "Bonanza" gehörten nach dem Ende des 2. Weltkriegs zu den Publikumsrennern in Deutschland. Vor allem jedoch waren es die 1980er- und 1990er-Jahre mit Serien wie "Dallas", "Denver Clan", "MacGyver", "Knight Rider", "Columbo", "Beverly Hills 90210" oder "Melrose Place".
Diese erzielten zu ihren Spitzenzeiten mit die höchsten Einschaltquoten und wurden von der Fernsehgemeinde Woche für Woche mit Spannung und Ungeduld erwartet. Die Frage, warum die amerikanischen TV-Serien in Deutschland so beliebt sind, beantwortet sich sicherlich auch mit einem Blick auf Nachkriegsdeutschland, als die Vereinigten Staaten von Amerika als die großen Brüder, die Retter und die Befreier galten. Man blickte zu jenem Land und seiner TV-Kultur auf, die so viele verschiedene und stets aufs Neue spannende Welten hervorbrachte und einem das triste und langweilige Leben ein wenig zu versüßen vermochte. Amerika war lange Zeit das gelobte Land, das man mit Freiheit, dem amerikanischen Traum und den sprichwörtlichen unbegrenzten Möglichkeiten verband. Dementsprechend dauerte es auch immer nicht lange, ehe die neuesten Serien in der deutschen Synchronisation vorlagen und gesendet wurden. Zwar funktionierte nicht alles in Deutschland, was in den Vereinigten Staaten ein Quotenrenner war - etwa die herrlich schräge Serie um ein neurotisches Ehepaar "Mad About You", die in Deutschland bald nach dem Start ins mitternächtliche Programm verlegt wurde - doch im Großen und Ganzen bewiesen die Verantwortlichen ein glückliches Händchen bei der Auswahl der zu synchronisierenden Serien. Zu den Gründen für die hohe Beliebtheit kommt natürlich auch noch hinzu, dass die amerikanischen TV-Serien über einen gewissen, in Deutschland kaum zu reproduzierbaren Humor verfügen. Dabei funktioniert die Synchronisation mal mehr, mal weniger. Doch an den Wortwitz und die schrägen Formulierungen des englischsprachigen Originals kommen nur ganz wenige synchronisierte Serien heran. Die Krankenhaus-Serie "Scrubs" ist diesbezüglich eine auch auf Deutsch ungemein witzige Ausnahme.
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